Apr 7 2013

Tag 12 – 07.04. – Sonnenaufgang und sonst nichts

Der eigentliche Plan für heute war: Dromedarritt mit Sonnenaufgang und dann los Richtung Tinerhir.
Den Plan haben wir aber gestern Abend schon verworfen und gegen Dromedarritt und einen Tag faulenzen getauscht.
So begann der Tag dann wirklich früh um 5 Uhr mit dem Dromedarritt zum Sonnenaufgang. Danach ging es nochmal ein Stündchen ins Bett dösen und dann stand, nach einem ordentlichen Frühstück, nichts mehr an.
In der Mittagshitze legten wir uns bei Zaid im Haus auf die Bänke und genoßen die kühlen Temperaturen in dem riesigen Lehmbau.
Am Nachmittag noch ca 1,5h durch die Dünen gewandert und Abends riesig Gemüse, Berberpizza und Tajine mit Hühnchen gefuttert.
Also ein ganz fauler Tag heute. Morgen kommen uns Mätte und Steffi holen und es geht weiter Richtung Tinerhir.

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Apr 6 2013

Tag 11 – 06.04. – Zum Flamingo See und zurück

Route Tag 11
Heute war der Tag wieder ganz entspannt, Fahrleistung gesamt nur 70km.
Von der sehr empfehlenswerten und ruhigen Auberge La Baraka (La Baraka ist Berber und bedeutet Glück) ging es die Erg Chebbi nach Norden entlang über holprige, staubige Piste bis zum, schon seit 4 Tagen und noch weitere 5 Tage dauernden, Techno-Festival.
Dort teilten wir uns auf, Mätte fährt weiter auf die Ostseite der Erg Chebbi um dort einen Bushcamp einzulegen, wir (Nico, Rony, Uschi und ich) fahren auf der Westseite nach Merzouga und dort weiter zu einem See an dem es Flamingos gibt. Der See ist tatsächlich auch ganz schön, Flamingos sehen wir allerdings keine, da wir auf der falschen Seite des Sees sind.
Nach kurzer Besprechung war klar, wir fahren zurück zu Zaid in die Auberge, machen totale Entspannung und schauen wie’s morgen weitergeht.
Zaid empfängt und wieder mit offenen Armen und Minztee und gibt uns gleich noch ein paar Tips für die nächsten Tage mit.
Fürs Abendessen lassen wir uns bei ihm eine Berberspezialität zubereiten und morgen wird der Tag um 5 Uhr mit einer Kameltour zum Sonnenaufgang begonnen.
Heute war auch mal Zeit für einen Anruf nach Deutschland…

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Apr 5 2013

Tag 10 – 05.04. – Ab in die Wüste

Route Tag 10
Nach einer entspannten, sternenklaren Nacht ging es heute gegen 10 Uhr los Richtung Erg Chebbi.
Die ersten 40-50km gingen im Eiltempo auf guten Straßen vorbei. Danach ging’s ab auf die Piste und dort mit bis zu 80 km/h über Stein und Sand, mit teils riesigen Sandwolken hinterm Auto.
Mal eine neue Erfahrung und sehr spaßig.
Nun sitzen wir keine 50m von den ersten Dünen der Erg Chebbi entfernt, ich streiche ständig den Sand von meinem Block und wir warten darauf das der leichte Sandstrum vollends an uns vorbei ist.
Und nacher gibt es noch lecker Couscous.

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Apr 4 2013

Tag 9 – 04.04.13 – Über den Atlas zur Source Bleu de Meski

Route Tag 9
Heute stand ein kurzer und entspannter Tag an, von den Swimmingpools in Midelt ging es über den hohen Atlas, durch schöne Kurven und traumhafte Landschaft, mit nahezu Höchstgeschwindigkeit zur Source Bleu de Meski.
Dort angekommen haben wir uns nen schattigen Platz zwischen Dattelpalmen gesucht und in einem der (teuren!) Souvenirshops mal wieder die Tauschmentalität angetroffen.
Während die anderen am Kochen waren hab ich mir zwei alte Jeans geschnappt und bin zum Shop geschwankt. Dort dann die Jeans gegen einen Teppich und eine Metalltajine eingetauscht. Da wollte er eigentlich zusätzlich zu den Jeans noch 920 DH, mein Angebot von 150 DH ist ihm viel zu wenig, meine oberste Grenze, 200 DH, eigentlich auch. Als ich mit meinen Hosen wieder gehen will nimmt er dann doch an, ist zwar eig immer noch zu viel, aber dafür ist wenigstens ne Geschichte dabei…

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P.S. Traumhafter Sternenhimmel!


Apr 3 2013

Tag 8 – 03.04. – Der mittlere Atlas

Route Tag 8
Was ich eigentlich schreiben wollte:

„Ich bin fix und fertig, aber erstaunlich wie weit man mit einer tiefergelegten DoKa noch kommt.“

Und jetzt richtig:

Nach einem schönen sonnigen Morgen in Fes ging es gegen 10 Uhr los richtung Midelt, also stand queren des mittleren Atlas an.
Schon nach kurzer Zeit wurden die Straßen schlechter und einige Zeit später fanden wir uns aus einer richtigen Waldpiste mit großen Schlammlöchern, Bachdurchfahrten und riesigen Steinen wieder.
Auf den folgenden ca 5 – 10 km wurde die Piste schlimmer und schlimmer, ständig schlugen Steine gegen die Reserveradwanne bis irgendwann nichts mehr ging, die DoKa wollte nicht mehr vor und nur mürrisch zurück, Rony schaffte noch ein paar hundert Meter und eine Bachdurchfahrt mehr, war sich dann aber auch ziemlich sicher das demnächst Schluss sei.
Einzig Mätte mit seinem Syncro hätte die Piste wohl zu ende fahren können.
Also umgedreht und das ganze geholper zurück. Eine andere Abzweigung der Straße genommen und schon wurde die Piste wieder besser, obwohl auch hier teile der Straße weggespült waren und noch der ein oder andere Bach zu queren war.
Plötzlich stehen in einer Waldlichtung lauter Landis, die haben sich sicher auch was gedacht als da ein Syncro, ein Halbkasten und eine rotze tiefe DoKa vorbei kamen.
Zwei Kurven weiter war meine Euphorie ob der Touris aber wieder verflogen, als sich quer durch die Straße und selbige entlang ein tiefer Graben zog.
Mätte fährt ohne Probleme durch, Rony schaut etwas wild aus und ein Stück Graben geht ab.
Ich versuche es und genau das Stück das bei Rony webbrach fehlt jetzt bei mir, rechtes Hinterrad in der Luft, vor geht nicht mehr.
Rony, Mätte und Nico auf die Ladefläche um das Rad runter zu kriegen und dann hats auch geklappt.
Danach wurde die Straße kontinuierlich besser, bis nach einer Kurve plötzlich Schotter und eine Bachdurchfahrt auftaucht.
Mätte durch, Rony durch und ich auch, fast ohne aufsetzen, durch.
Dann kam auch bald wieder eine richtige Straße und es ging im Eiltempo die letzten 40km bis nach Midelt.
Dort am Camping angekommen hat der schon zu, weil er voll ist, er lässt und aber freundlicherweise bei den Swimming-Pools parken und bietet und an noch etwas für uns zu kochen, nachdem wir gefragt hatten ob wir noch ins nächste Restaurant können.
Bei ihm im Haus gab es dann leckeren Tee, Oliven, hausgemachtes Brot und Tajine mit Hackfleisch, Ei und Gewürzen, herrlich lecker und mit 50 DH pro Person sehr günstig.
Morgen steht dann das Queren des hohen Atlas, aber ohne Piste, an.

Achja, ich hab ins Atlasgebirge geschissen.

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Apr 2 2013

Tag 7 – 02.04. – In der Medina von Fes

Nachdem wir gestern Abend direkt noch unseren Führer, Abdelaziz „Aziz“ Benjouan, der auch in unserem Reiseführer steht, gebucht hatten ging es heute um 9.30 Uhr mit dem Bus in die Nouvelle Ville, wo wir uns mit Aziz trafen. Von dort ging es vorbei am Königspalast, durch eine Berufsschule, in die Medina.
Dort ging es direkt richtig los mit intensiven Farben und Gerüchen, mindestens 1000 verschiedenen Lebensmitteln.
Die ersten „Fabriken“ (im Prinzip Räume jeder Größe in denen Kunsthandwerk betrieben wird) waren für uns ein Kulturschock, da man einfach im laufenden Betrieb zwischen die Arbeiter läuft.
Durch verwinkelte Gassen, in denen ich mich sofort verlaufen hätte, ging es dann weiter ins Gerberviertel wo wir auch eine Lederwarenfabrik anschauten und uns ein wenig mit Lederwaren eindeckten.
Nach einem kurzen, kleinen, Mittagessen (200DH für 7 Personen) ging es noch bei den Kupferschmieden vorbei und zum Abschluss deckten wir uns noch mit Jellabahs ein.
Auf dem Weg zurück zum Camping noch schnell ne Marokkanische SIM – Karte für Mätte und mich geholt und direkt vorm Bus Aziz bezahlt.
Aus 4 Stunden (12 – 16 Uhr) wurden jetzt fast 8 und wir sitzen jetzt recht kaputt an den Bussen und gehn wahrschelich bald ins Bett.

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Apr 1 2013

Tag 6 – 01.04. – Wo ist die Brücke hin?

Route Tag 6
Diese Nacht war ruhig, aber nass. Regen ohne Ende und zwei kleine Lecks im Hardtop führten dazu das ich schon um 6 Uhr aufwachte als es mir ins Gesicht tropfte, mit einem Haufen Gaffa konnte ich das Tropfen auf ein Minimum reduzieren, nass war es trotzdem.

Zum Frühstück gabs die guten Gratis Brote vom Campingplatz… und dann stand der Platzbetreiber plötzlich bei uns und sagt „Le pont a tombe“, auf gut Deutsch, auf der Route nach Fes, die wir ja nehmen wollen, ist eine Brücke wegen dem Regen eingestürzt.
Kurz mit ihm im Jeep hin und schaun, da ist kein Durchkommen. Er sagt das die anderen beiden Routen auch gesperrt sind, da wir aber nicht einen Tag im Regen auf dem Platz sitzen wollen beschließen wir los zu fahren und falles wir nicht durchkommen können wir ja immernoch zurück zum Platz.
Abgesehen vom starken Regen sind wir, mit ein paar schön gefluteten Straßen, gut durch gekommen und konnten uns die römische Ausgrabungsstätte Volubilis anschauen.
Von dort aus waren es noch ca 90km bis nach Fes.
Die legten wir über kleine unwegsame Straßen durch eine traumhafte Landschaft zurück.
Zwischendurch in einer kleiner Ortschaft halt gemacht und mit Lebensmitteln eingedeckt und dann bis nach Fes durch gefahren.
Nun sitzen wir am „Diamond Vert“ – Camping und morgen gehts mit dem Guide in die Medina von Fes, ein bisschen shoppen.

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Mrz 31 2013

Tag 5 – 31.03.13 – Chefchaouen, die blaue Stadt und das erste Opfer

Route Tag 5
Nach einer guten Nacht und einem sonnigen Morgen ging es heute um kurz vor 12 los richtung Chefchaouen, auch als die blaue Stadt bekannt.
Von Matril aus waren es nur ca 70km, für die wir aber knapp 2h gebraucht haben.
Auf dem Weg gab es dann auch das erste richtige Gruppenfoto und die ersten Stände am Straßenrand. Angekommen in Chefchaouen wurde erstmal ein Parkplatz gesucht, was recht schnell erledigt war.
Weiter ging es dann damit das wir direkt unseren eigenen Guide, Mohammed, hatten, der uns durch Medina und Rest der Stadt führen wollte.
Da er so hartnäckig war und sich auf 150 DH für eine 2h Tour inkl. der Parkgebühren einlies haben wir uns dann, tatsächlich, wenn auch mit einem mulmigen Gefühl führen lassen.
Von Berichten und aus den Büchern hatte ich mir die Stadt zwar blauer vorgestellt, aber es war trotzdem schon eindrucksvoll und ein guter Einstieg in die Medinas.
Anschließend ging es weiter nach Ouezzante, wo der Campingplatz „Motel Rif“ für uns Zwischenstopp auf dem Weg nach Fes sein sollte.
Ca 40km von Chefchaouen entfernt dann ein komisches Geräusch, gefolgt von einem Zischen.
Das erste Opfer sollte also mein rechter Vorderreifen sein.
Nun gut, der Wechsel war in ca 5min vollzogen, worauf hin es weiter richtung Ouezzante gehen konnte.
Kurz hinter Ouezzante findet sich dann das „Motel Rif“ bei dem wir für die Nach einkehren.
Noch kurz ein Abendessen, unter anderem „Tajine cervelle“, also eine Tajine mit (Rinder-)Hirn, aber leider nicht ganz so gut wie gestern, mit 100DH pro Person aber ebenfalls absolut ok.
Morgen geht es weiter nach Fes und dort in der Medina dann vielleicht auch etwas einkaufen.

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Mrz 30 2013

Tag 4 – 30.03. – Italienische Pünktlichkeit und Marokkanische Bürokratie

Route Tag 4
Geplante Ankunftszeit der Fähre in Marokko war 11 Uhr, nachdem wir aber in Genua schon mit 1,5h Verspätung abgefahren sind, hat sich die Ankunft in Tanger auf 15.30Uhr verschoben. Aus der Fähre raus ging es vergleichsweise schnell, die Einreise nach Marokko dauerte dann eine halbe Ewigkeit… Schlange stehn im Auto, zur Polizei, sich die Ersteinreise bestätigen lassen, zurück zum Zoll, Papiere und Fahrzeug kontrollieren und zu guter letzt die Grenzversicherung lösen.
Mit 92€ war diese günstiger als erwartet, ich kann aber jedem der mit einer DoKa einreist nur empfehlen vorher in seinem Deutschen Fz-Schein den Eintrag im Feld S.1 auf 5 Sitzplätze ändern zu lassen.
Bei mir steht dort 2, darum wollte er mich als LKW (270€) versichern. Nach einer gefühlten halben Stunde hatte ich endlich die Versicherung und es konnte losgehen.
Also raus aus Tanger und über Straßen mit riesigen Schlaglöchern, vorbei an der ersten Tankstelle (Volltanken für 41€) bis nach Martil und dort zum Campingplatz.
Dort angekommen zuerst kurz das gratis W-LAN ausgenutzt und anschließend im Campingplatz-Restaurant für 100DH (ca 10€) sehr gut und viel gegessen (Vorspeise, Salat, Hauptgang und Getränke).
Anschließend noch kurz an den Bussen mit einem Becher Whiskey von Rony angestoßen und dann ab ins Bett.

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Mrz 28 2013

Tag 2 – 28.03. – Auf die Fähre, fertig, los…

Der Schlafplatz mitten im Hafen war solala, Mitternacht eingeschlafen, 7 Uhr aufgewacht; ist eben laut wenn ständig LKWs und Krankenwagen durch kommen.

Kurz nach 9 dann der erste Kontakt mit Rony – per Telefon.
Sie sind irgendwo am Hafen und finden den Check-in nicht, also selbst in die Richtung, doch wo es Nachts nach links hieß geht es nun nach rechts und nochmal 100m weiter gibt es garkeine Schilder mehr.
Den nächst besten Polizisten gefragt, der sagt rechts und dann links und hatte damit auch recht.
Nach weiteren 10min kamen Rony und Uschi dann auch dazu und sagten direkt noch das Mätte dann plattem Kupplungszylinder noch etwas braucht.
So haben wir uns dann zwischen den ganzen Seelenverkäufern eingereiht und gewartet. 11 Uhr, eig. spätester Check-in mit KFZ ging vorbei und um 11.40 Uhr kam Mätte an und ohne Probleme noch aufs Gelände.
Nach einer weiteren halben Stunde kam er wieder an und fragte welche Kabinen wir haben, wir schaun und ratlos an und erfahren von ihm das wir noch zum Check-in-Schalter müssen. Dann ging das gerenne los, erst zum Schalter, Papiere holen, zurück zum Auto, nochmal zurück zur Passkontrolle, dort heißt es „nacher auf dem Schiff“, also zurück zum Auto. Als sich die Schlangen dann in Bewegung setzen die Info: doch nochmal zur Passkontrolle, also wieder gerannt.
Danach ging es dann aber recht stressfrei auf die Fähre.
Dort aufs Zimmer in dem schon drei Marokkaner sind, Shared Room eben.
Rony und Uschi in den zwei (!) Zimmern nebenan – nach kurzer Verwirrung festgestellt das die Beiden statt zwei Betten in einer vierer Kabine (bzw. einer vierer Kabine) versehentlich zwei Viererkabinen gebucht haben. Da sie zusammen in ein Zimmer wollen boten sie mir das zweite an und so kann ich nun heute Nacht ganz allein in einem Zimmer schlafen, vorrausgesetzt ich kann schlafen.

Tachostand: unverändert